Jahresbericht 2018


Die Europameisterschaften der Leichtathletik in Berlin darf man sicherlich als sportliches Glanzlicht des Jahres 2018 bezeichnen – und eine kunterbunte Gruppe junger und älterer TSVler war spätestens zu den Finals im Olympiastadion dabei, um in einer übewältigenden Atmosphäre dem Spektakel auf der Bahn und am Breitscheidplatz zuzuschauen (und nebenbei ein wenig von der Stadt zu erleben). Wären wir nur nicht mehrfach „Opfer“ von verspätet fahrenden Zügen gewesen…

Organisatorisches
Frühlingsbeginn ist zwar generell der 21. März, aber in Kandel dreht sich seit 43 Jahren alles nach dem „Leitstern“ von Roland Schmidt: also wurde schon am 11. März Frühlingswetter verordnet (und geliefert). Als Novum starteten mehrere Schülermannschaften, die sich die Halbmarathon-Strecke aufteilen durften und erst im Stadion dann gemeinsam durch den Zielbogen liefen. Ob diese Wettbewerbsform fortgesetzt wird, muss sich noch zeigen – zuviele besorgte Eltern an der Laufstrecke machten den Streckenposten und den MitläuferInnen das Leben schwer.
Am 22. August starteten wir die Neuauflage des Abendsportfestes und konnten mit gut besetzten Startfeldern auf der Bahn packende Sprints und Mittelstrecken erleben. Als besondere „Attraktion“ erlebten die TeilnehmerInnen des letzten Kugelstoß-Wettbewerbs zu vorgerückter Stunde das Improvisationstalent unserer Organisatoren: das Tageslicht reichte nicht mehr aus und in der Not leistete unser Vereinsbus den „Flutlicht“-Dienst.
Auch am darauffolgenden Tag wurden (bei gut besetzten Teilnehmerfeldern) die Kinder unter 12 Jahren bei ihrem Sportfest im Bienwaldstadion betreut.

Leistungsspiegel

Unschwer zu erkennen ist, dass wir auch 2018 mit einer „Delle“ unterwegs sind. Nur wenige Jugendliche nehmen mit hinreichendem Ehrgeiz an den Wettkämpfen teil und wollen auf höherwertigen Veranstaltungen mit den Aktiven aus anderen Vereinen konkurrieren.
Die Statistik wird „aufgehübscht“ v.a. durch die Erfolge der SeniorInnen Gaby Schwan, Sandra Fätsch und Michael Ohler; mit ihren Erfolgen auf den Langstrecken auch auf internationaler Ebene wird unterstrichen, dass auch im fortgeschrittenen Wettkampfalter beachtliche Leistungen erzielt werden können.

Gegen Ende der Bahnsaison unterwerfen sich unsere AthletInnen (und deren Erziehungsberechtigte) der Sportabzeichenprüfung. In diesem Jahr durften wir einen Rekord verzeichnen: alleine aus unserer Abteilung schafften 114 TeilnehmerInnen die Bedingungen und auf Gesamtvereins-Ebene überholten wir mit genau 200 Abzeichen erstmals den TV Rheinzabern als (Teilnehmer-)stärksten Verein – ein Dank an alle TrainerInnen, die sich als Prüfer und Teilnehmer in den Dienst der Sache gestellt haben.

Personelles

Im Frühjahr legte der Abteilungsvorstand seine Rechenschaftsberichte für die zurückliegende Wahlperiode vor, wurde einstimmig entlastet und in seinen Ämtern bestätigt. Schade (und bedenklich), dass nicht einmal 30 Wahlberechtigte gekommen waren, um die geleistete Arbeit zu würdigen. Mit welcher Legitimation sind wir ausgestattet, wenn es darum geht, die Weichen für die nächsten Jahre zu stellen?
Immerhin haben wir es geschafft, dass zum Ende des Jahres zwei Jugendliche den Lehrgang als Übungsleiter erfolgreich durchlaufen haben und mit Jahreswechsel in die Trainingsarbeit einsteigen werden: ein herzlicher Glückwunsch ergeht an Henrik Lederer und Julian Bosch!

Ausblick

Das Wettkampfjahr 2019 hat es in sich: neben den „Eckpfeilern“ Bienwald-Marathon“ und Vereinssportfest sind wir lokaler Ausrichter der Deutschen Meisterschaft 100 km“. Solche Schwergewichte können wir nur stemmen, wenn möglichst viele bereit sind, an den Wettkampftagen helfend zu unterstützen.
Darüber hinaus warten wir darauf, dass die vom Bund bereitgestellten Fördermittel investiert werden: Die Bahn und das Tribünengebäude des Bienwald-Stadions müssen dringlich saniert/modernisiert werden und es wäre wünschenswert, dass dies alles schnell und reibungslos und nach Möglichkeit Training und Wettkampf nicht behindert – Wunschdenken?

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